Brief an mich in die Zukunft

 Sich selbst einen Brief in die Zukunft zu schreiben ist nicht nur spannend. Es kann helfen sich zu strukturieren, auf das Wichtige zu fokussieren und sich selbst in der Zukunft kritisch zu hinterfragen, ob man sich an seine eigenen Vorhaben gehalten hat. Wünsche, Regeln, Vorhaben, NoGo’s. Es wird aufregend. Hier erfährst Du Tipps und Tricks zur Unterstützung.

Brief an mich in die Zukunft - Linienspiel
Ganz klassisch - Wachs und Siegel lassen den eigenen Brief feierlich wirken

Schon immer wollte ich mir selbst einen Brief schreiben. Jedoch fand ich nicht wirklich einen Anlass. Die Idee, mir einen Brief in die Zukunft zu schreiben hatte ich zwar schon häufiger gehabt, aber noch nie durchgeführt. Letztes Jahr fing ich damit an. Im Folgenden zeige ich auf, was mir beim strukturieren hilft und welche Bereiche ich spannend finde zu fokussieren. Wichtig ist mir dabei, mir dafür Zeit zu nehmen und das Schreiben zu zelebrieren. Immerhin geht es um mich. Um mein Sein. Um meine Zukunft.

Status Quo - Was ist Jetzt

Hierbei schreibe ich, wie es mir gerade geht, was alles passiert ist und welche Veränderungen es gegeben hat. Ich schreibe also einen kleinen Rundumschlag über mein jetziges Leben.

  • Geht es mir gut?
  • Bin ich zufrieden?
  • Was möchte ich gerne ändern?
  • Was bringt mir Spaß?
  • Was gibt, was nimmt mir Energie?
  • Wo schaffe ich es noch nicht den inneren Schweinehund zu überwinden?
  • Worauf bin ich stolz/ wofür schäme ich mich?
  • Welche Vereinbarungen mit mir selbst möchte ich gerne treffen?

Ausblick - die Zukunft

Es gibt verschiedene Lebensbereiche, die ich hier spannend finde. Dabei stelle ich mir unterschiedliche Fragen, die  ich für die Lebensbereiche beantworte. Dabei überlege ich mir, was mir aus meiner jetzigen Vorstellung heraus für in x Jahren wichtig ist, wichtig sein soll.

  • Wünsche, Ziele, Vorhaben
  • Meine Gesundheit
  • Partnerschaft
  • Arbeit und Weiterentwicklung
  • Hobbies und Interessen
  • Ort
  • Zufriedenheit

Drei Grundfragen als Begleitung meines Briefes für mich

  1. Was will ich loswerden oder losgeworden sein, wenn ich diesen Brief öffne? Wo will ich kritisch nachfragen und mir selbst die Chance geben mich zu hinterfragen?
  2. Was möchte ich gerne beibehalten? Zum Beispiel, weil es mir Kraft gibt, weil ich schon zufrieden damit bin, weil es mich ausmacht.
  3. Was möchte ich neu anfangen oder neu angefangen haben bis dahin. Welche Dinge werde ich, spätestens wenn ich diesen Brief öffne, anfangen zu tun, weil ich der Meinung bin es ist Zeit, notwendig oder einfach sinnvoll? Welche Chancen sehe ich, die mein Leben bereichern können?

Mein persönlicher Rahmen

Ich schreibe mir zwei Briefe. Jeweils einen für in einem Jahr, einen für in fünf Jahren. Das mache ich, weil ich es toll finde schon nach einem Jahr einen Brief zu öffnen. So muss ich nicht warten, bis die Briefe für mich in fünf Jahren das erste Mal fällig sind geöffnet zu werden. Ob ich das in vier Jahren weiter mache, oder nur noch den Brief für in fünf Jahren schreibe, werde ich sehen.

Mein Tipp

Nehmt euch besonderes Papier, einen besonderen Umschlag. Versiegelt z.B. euren Brief, dass ihr gar nicht erst auf die Idee kommt ihn zu lesen. Für diejenigen, die dies gerne digital machen wollen, auch hierfür gibt es Möglichkeiten. z.B. auf dieser Webseite, wo man einstellen kann, wann man den digitalen Brief zugesendet bekommen möchte.

Viel Spaß beim ausprobieren und ggf. spannendes Erleben einer neuen Tradition, von Dir für Dich!

euer Nils

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Kommentare: 2
  • #1

    Lene (Dienstag, 15 März 2016 21:42)

    Das werde ich gleich mal ausprobieren, wenn mein Geburtstag bald naht...
    ;-)

  • #2

    Tim (Mittwoch, 20 April 2016 19:59)

    Toll :-) !